Die Holzpreise haben in den vergangenen Wochen eine Entwicklung hingelegt, die viele Waldbesitzer überrascht:
Nach einem massiven Preissturz in der ersten Jahreshälfte 2025 zieht der Markt jetzt erneut an.
Was steckt dahinter?
Und lohnt sich ein Einschlag im Winter 2025/2026 oder sollte man lieber abwarten?
Wir fassen die aktuelle Lage zusammen – klar, verständlich und relevant für private Waldbesitzer in Südwestfalen und NRW.
📈 1. Holzpreise steigen wieder – aber nicht überall gleich
Aktuelle Marktdaten zeigen:
Die Nachfrage in deutschen und europäischen Sägewerken zieht seit Herbst wieder an. Die Gründe:
- Die Baukonjunktur stabilisiert sich:
- Der lange Einbruch im Neubau scheint überwunden.
- Förderprogramme für klimafreundliches Bauen kurbeln die Nachfrage nach Holz wieder an.
- Viele Werke haben ihre Lager abgebaut:
- Während der Tiefpreisphase haben Sägewerke ihre Bestände heruntergefahren – jetzt müssen sie nachkaufen.
- Exporte nach Frankreich & Benelux ziehen wieder an:
- Alternde Bestände dort sorgen für vermehrte Nachfrage aus Deutschland.
- Skandinavien liefert weniger:
- Extremwetter hat dort Teile der Einschläge verzögert.
➡️ Ergebnis: Preise für Fichten– und Douglasienstammholz ziehen wieder deutlich an.
📉 2. Warum die Lage trotzdem komplex ist
Nicht alle Sortimente profitieren gleichermaßen:
- Industrieholz (Papierholz, Energieholz): bleibt unter Druck
- Brennholz: stabil, aber keine großen Ausschläge
- Laubholz: hochwertiges Sortiment bleibt gefragt, schwaches Laubholz schwankt
Waldbesitzer erleben eine Phase, in der strategische Entscheidungen wichtiger sind als reine Preisbeobachtung.
🪵 3. Waldbesitzer zögern – und das ist verständlich
Viele private Waldbesitzer stehen unter emotionalem Druck:
- Sie haben Wald geerbt und möchten „nichts falsch machen“.
- Der Borkenkäfer hat jahrelang Zwangseinschläge verursacht – viele sind belastet.
- Unsicherheit durch Regularien (z. B. Entwaldungsverordnung).
- Angst, „zu billig“ zu verkaufen.
👉 Viele Bestände müssten jetzt durchforstet werden, aber die Hemmschwelle ist groß.
Genau hier entstehen die aktuellen Engpässe in den Sägewerken – während gleichzeitig ganze Regionen nach hochwertigem Rundholz suchen.

🌳 4. Warum jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Einschlag sein kann
Aus forstlicher Sicht ist der Winter 2025/2026 eine gute Einschlagsperiode, wenn…
- der Bestand zu dicht steht
- Fichten noch vorhanden sind (Restbestände = Risiko)
- Bäume auf Schneebruch oder Sturm reagieren könnten
- Naturverjüngung gefördert werden soll
- neue Baumarten (Eiche, Tanne, Douglasie) vorbereitet werden sollen
Holzeinschlag ist kein „Abholzen“, sondern ein Pflegeschritt, der Licht, Wasser und Stabilität bringt.
💡 Viele Bestände sind jetzt im idealen Alter für Qualitätswertholz – und die Preise beginnen gerade wieder zu steigen.
🧭 5. Was wir Waldbesitzern empfehlen
Wir, die Gebrüder Daub GmbH, raten aktuell zu einer Bestandsanalyse vor Ort. Denn:
Es gibt nicht DEN einen richtigen Zeitpunkt –
sondern den richtigen Zeitpunkt für Ihren individuellen Wald.
Unsere Empfehlung:
- Bestand anschauen
Alter, Dichte, Baumarten, Schädigungsrisiko. - Sortimente prüfen
Welche Holzarten lohnen sich aktuell? - Mengen planen
Nicht alles auf einmal – selektiv und nachhaltig. - Durchforstung priorisieren
Damit der Wald stabil bleibt. - Vermarktung regional halten
Kurze Wege, faire Preise, stabile Abnahme.
Wir kümmern uns um:
✔ Einschlagsplanung
✔ bodenschonende Holzernte
✔ zuverlässige Vermarktung
✔ Wiederbewaldung & Zukunftsbaumarten
Damit Waldbesitzer sicher entscheiden – und ihr Wald langfristig Wert behält.
🏁 Fazit
Die Holzpreise drehen – und der Markt stabilisiert sich schneller als erwartet.
Für viele Waldbesitzer bietet das Winterhalbjahr 2025/2026 eine gute Gelegenheit, den Wald zu pflegen und dabei wirtschaftlich zu handeln.
Wer unsicher ist, sollte nicht warten, bis der nächste Sturm, Käfer oder Preissturz Fakten schafft.
👉 Der wichtigste Schritt ist jetzt:
Fläche anschauen, Zustand verstehen, Entscheidung treffen.
Wir begleiten euch dabei.
FAQ
<strong><strong>Werden die Holzpreise in den nächsten Monaten weiter steigen?</strong></strong>
Viele Indikatoren sprechen dafür: steigende Nachfrage, leere Lager, mehr Bautätigkeit. Garantiert ist es aber nicht.
<strong><strong>Muss ich jetzt sofort verkaufen?</strong></strong>
Nein. Wichtig ist: Nicht der Preis entscheidet, sondern der Zustand des Bestandes
<strong>Was ist mit Brennholz?</strong>
Brennholz bleibt relativ stabil – keine großen Schwankungen, aber regionale Unterschiede.