Brennholz aus dem Wald: Kosten, Qualität und Kaufempfehlungen

Der Industrieverband HKI informiert, was Brennholz im Wald kostet, und worauf man beim Kauf achten sollte. Holz und Holzprodukte sind Eckpfeiler einer klimafreundlichen Zukunft. Das gilt auch für die Nutzung von Brennholz, das neben Sonne, Wind- und Wasserkraft zu den Erneuerbaren Energien zählt. Damit das Heizen mit Holz im Einklang mit Klima- und Umweltschutz steht, hat der in Europa führende Fachverband, der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V., wichtige Grundregeln in einer simplen Formel zusammenfasst: Regional und G-U-T.

Regionales Brennholz: Eine nachhaltige Wahl

Brennholz aus der Region ist die beste Wahl für umweltbewusste Verbraucherinnen und Verbraucher. Ob frisches Holz vom Landwirt, dem Förster oder ofenfertig vom Brennholzhändler – grundsätzlich sollten Verbraucher und Verbraucherinnen das Brennholz aus der Region beziehen. Dieses wächst quasi vor der Haustür, überzeugt mit kurzen Transportwegen und kommt aus nachhaltiger Forstwirtschaft. So wird in Deutschland bereits seit 300 Jahren weniger Holz geerntet als nachwächst. Dieses Prinzip nennt man Nachhaltigkeit.

Brennholz: Eine wichtige Ressource für den Waldumbau

Ein weiterer wichtiger Aspekt: Hiesiges Brennholz ist eher Waldrest- oder Abfallholz und für die Verarbeitung in Sägewerken nicht geeignet und somit für die Bau- und Möbelindustrie oder als Konstruktionsholz nicht zu gebrauchen. Es fällt bei der Durchforstung und bei der Beseitigung von Sturmschäden an. Die minderwertigen Stämme sowie das Kronenholz werden regional als Brennholz vermarktet. Der Erlös fließt auch in den dringend notwendigen Umbau der Wälder von Monokulturen in widerstandsfähige Mischwälder sowie die Wiederbewaldung von Kahlflächen, verursacht durch Stürme oder Schädlingsbefall.

Brennholzpreise: Eine Übersicht

Die unterschiedliche Qualität verdeutlichen auch die Preise. Bauholz ist hochwertiges Stammholz, das als immer gleiche Standardlänge oder als Langholz. Dieses wird international gehandelt und unterliegt der weltweiten Preisentwicklung. Vergleicht man die Preise von den Landesforsten, kommt man zu einem klaren Ergebnis: Buche als Brennholz für Privatkunden kostet ca. 70 bis 85 Euro pro Festmeter, bei Eiche sind es etwa 10 Euro weniger und bei Nadelholz 60 bis 65 €uro Pro Festmeter. Hochwertiges Buchen-Stammholz wird dagegen ab 125 Euro pro Festmeter gehandelt. Bei Eiche sind die Preisunterschiede noch deutlicher – hier beginnen die Preise für Stammholz bei rund 300 Euro für den Festmeter. Und auch die Fichte wird als Stammholz derzeit ab etwa 100 Euro pro Festmeter angeboten. Natürlich gibt es auch Firmen, die Stammholz einkaufen, das sich kaum vom Brennholz unterscheidet. Hier übernimmt das Brennholz eine wichtige Funktion für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, nämlich die der Preisgrenze nach unten. Ohne einen funktionierenden Brennholzmarkt würde manches Holz womöglich sehr viel billiger verkauft werden müssen.

Tipps für den optimalen Brennholzeinsatz

Bevor das Holz für die Wärmeerzeugung im Ofen verbrannt werden kann, sind ein paar wichtige Aspekte zu beachten, die sich ganz einfach mit dem Wort „GUT“ zusammenfassen lassen.

G – gespalten

Besonders wichtig ist es, das Holz zu spalten, damit die Scheite besser trocknen und später im Ofen genügend Oberfläche für die Flammen bieten. Nur so ist eine optimale Verbrennung gewährleistet.

U – unbehandelt

Brennholz muss grundsätzlich unbehandelt sein. Das bedeutet: Lackiertes, imprägniertes oder beschichtetes Holz sowie Spanplatten, Kunststoff oder Abfälle jeglicher Art gehören nicht in den Ofen, sondern müssen ordnungsgemäß entsorgt werden. Das Verbrennen dieser Stoffe ist verboten und Beschwerden aus der Nachbarschaft sind vorprogrammiert.

T – trocken

Frisch geschlagenes Holz ist prinzipiell sehr feucht. Wird dieses ohne vorherige Trocknung eingesetzt, kommt es zu einer unvollständigen Verbrennung, bei der unnötig Schadstoffe freigesetzt werden. Wer frisches Holz bezieht, muss die Scheite so lange lagern, bis sie die vom Gesetzgeber maximale Restfeuchte von 25 % erreicht haben. Doch auch hier gilt: Weniger ist mehr – die optimale Restfeuchte liegt unter 20 %. Eine Alternative sind Holzbriketts aus gepressten Sägespänen. Bei diesem genormten Brennstoff sind Lagerung und Verwendung besonders einfach. Sie können sofort eingesetzt werden.

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