Holzmarkt 2025/2026: Darum drehen die Holzpreise jetzt wieder – und was Waldbesitzer wissen müssen

2. Dezember 2025

Die Holzpreise haben in den vergangenen Wochen eine Entwicklung hingelegt, die viele Waldbesitzer überrascht:
Nach einem massiven Preissturz in der ersten Jahreshälfte 2025 zieht der Markt jetzt erneut an.

Was steckt dahinter?
Und lohnt sich ein Einschlag im Winter 2025/2026 oder sollte man lieber abwarten?

Wir fassen die aktuelle Lage zusammen – klar, verständlich und relevant für private Waldbesitzer in Südwestfalen und NRW.


📈 1. Holzpreise steigen wieder – aber nicht überall gleich

Aktuelle Marktdaten zeigen:
Die Nachfrage in deutschen und europäischen Sägewerken zieht seit Herbst wieder an. Die Gründe:

  • Die Baukonjunktur stabilisiert sich:
    • Der lange Einbruch im Neubau scheint überwunden.
    • Förderprogramme für klimafreundliches Bauen kurbeln die Nachfrage nach Holz wieder an.
  • Viele Werke haben ihre Lager abgebaut:
    • Während der Tiefpreisphase haben Sägewerke ihre Bestände heruntergefahren – jetzt müssen sie nachkaufen.
  • Exporte nach Frankreich & Benelux ziehen wieder an:
    • Alternde Bestände dort sorgen für vermehrte Nachfrage aus Deutschland.
  • Skandinavien liefert weniger:
    • Extremwetter hat dort Teile der Einschläge verzögert.

➡️ Ergebnis: Preise für Fichten– und Douglasienstammholz ziehen wieder deutlich an.


📉 2. Warum die Lage trotzdem komplex ist

Nicht alle Sortimente profitieren gleichermaßen:

  • Industrieholz (Papierholz, Energieholz): bleibt unter Druck
  • Brennholz: stabil, aber keine großen Ausschläge
  • Laubholz: hochwertiges Sortiment bleibt gefragt, schwaches Laubholz schwankt

Waldbesitzer erleben eine Phase, in der strategische Entscheidungen wichtiger sind als reine Preisbeobachtung.


🪵 3. Waldbesitzer zögern – und das ist verständlich

Viele private Waldbesitzer stehen unter emotionalem Druck:

  • Sie haben Wald geerbt und möchten „nichts falsch machen“.
  • Der Borkenkäfer hat jahrelang Zwangseinschläge verursacht – viele sind belastet.
  • Unsicherheit durch Regularien (z. B. Entwaldungsverordnung).
  • Angst, „zu billig“ zu verkaufen.

👉 Viele Bestände müssten jetzt durchforstet werden, aber die Hemmschwelle ist groß.

Genau hier entstehen die aktuellen Engpässe in den Sägewerken – während gleichzeitig ganze Regionen nach hochwertigem Rundholz suchen.

🌳 4. Warum jetzt ein guter Zeitpunkt für einen Einschlag sein kann

Aus forstlicher Sicht ist der Winter 2025/2026 eine gute Einschlagsperiode, wenn…

  • der Bestand zu dicht steht
  • Fichten noch vorhanden sind (Restbestände = Risiko)
  • Bäume auf Schneebruch oder Sturm reagieren könnten
  • Naturverjüngung gefördert werden soll
  • neue Baumarten (Eiche, Tanne, Douglasie) vorbereitet werden sollen

Holzeinschlag ist kein „Abholzen“, sondern ein Pflegeschritt, der Licht, Wasser und Stabilität bringt.

💡 Viele Bestände sind jetzt im idealen Alter für Qualitätswertholz – und die Preise beginnen gerade wieder zu steigen.


🧭 5. Was wir Waldbesitzern empfehlen

Wir, die Gebrüder Daub GmbH, raten aktuell zu einer Bestandsanalyse vor Ort. Denn:

Es gibt nicht DEN einen richtigen Zeitpunkt

sondern den richtigen Zeitpunkt für Ihren individuellen Wald.

Unsere Empfehlung:

  1. Bestand anschauen
    Alter, Dichte, Baumarten, Schädigungsrisiko.
  2. Sortimente prüfen
    Welche Holzarten lohnen sich aktuell?
  3. Mengen planen
    Nicht alles auf einmal – selektiv und nachhaltig.
  4. Durchforstung priorisieren
    Damit der Wald stabil bleibt.
  5. Vermarktung regional halten
    Kurze Wege, faire Preise, stabile Abnahme.

Wir kümmern uns um:

✔ Einschlagsplanung
✔ bodenschonende Holzernte
✔ zuverlässige Vermarktung
✔ Wiederbewaldung & Zukunftsbaumarten

Damit Waldbesitzer sicher entscheiden – und ihr Wald langfristig Wert behält.


🏁 Fazit

Die Holzpreise drehen – und der Markt stabilisiert sich schneller als erwartet.
Für viele Waldbesitzer bietet das Winterhalbjahr 2025/2026 eine gute Gelegenheit, den Wald zu pflegen und dabei wirtschaftlich zu handeln.

Wer unsicher ist, sollte nicht warten, bis der nächste Sturm, Käfer oder Preissturz Fakten schafft.

👉 Der wichtigste Schritt ist jetzt:
Fläche anschauen, Zustand verstehen, Entscheidung treffen.
Wir begleiten euch dabei.


FAQ

<strong><strong>Werden die Holzpreise in den nächsten Monaten weiter steigen?</strong></strong>

Viele Indikatoren sprechen dafür: steigende Nachfrage, leere Lager, mehr Bautätigkeit. Garantiert ist es aber nicht.

<strong><strong>Muss ich jetzt sofort verkaufen?</strong></strong>

Nein. Wichtig ist: Nicht der Preis entscheidet, sondern der Zustand des Bestandes

<strong>Was ist mit Brennholz?</strong>

Brennholz bleibt relativ stabil – keine großen Schwankungen, aber regionale Unterschiede.


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