Nach Jahren mit extremen Schwankungen zeichnet sich auf dem Holzmarkt eine klare Entwicklung ab: Die Holzpreise steigen 2026 spürbar an.
Sägewerke zahlen wieder deutlich höhere Preise für Rundholz – in einzelnen Sortimenten werden sogar neue Höchststände erreicht.
Für viele Waldbesitzer stellt sich damit erneut die Frage: Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Holz zu verkaufen?
Warum die Holzpreise 2026 anziehen
Mehrere Faktoren kommen aktuell zusammen und sorgen für steigende Preise auf dem Holzmarkt:
- Geringeres Holzangebot aus heimischen Wäldern
- Zurückhaltender Einschlag vieler Waldbesitzer in den vergangenen Jahren
- Nachfrage der Sägewerke, die wieder deutlich angezogen hat
- steigender Bedarf an Holz im Bau- und Energiesektor
Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei Nadelholz, aber auch Laubholzsortimente profitieren zunehmend von der Marktlage.
Vom Überangebot zur Knappheit
Noch vor wenigen Jahren war die Situation eine völlig andere:
Sturmereignisse und massive Borkenkäferkalamitäten führten zu einem Überangebot an Holz, vor allem bei Fichte. Die Preise brachen ein, vielerorts mussten Waldbesitzer ihr Holz weit unter Wert abgeben.
Heute hat sich das Bild gedreht:
- große Schadflächen sind aufgearbeitet
- viele Bestände wurden bereits umgebaut
- die Einschlagsmengen sind zurückgegangen
👉 Das Ergebnis: Holz wird wieder knapper – und damit wertvoller.

Sägewerke unter Druck – Waldbesitzer profitieren
Die aktuelle Situation setzt vor allem die Sägeindustrie unter Druck. Viele Werke sind auf eine kontinuierliche Rohstoffversorgung angewiesen und sind bereit, deutlich höhere Preise zu zahlen, um ihre Auslastung zu sichern.
Für Waldbesitzer bedeutet das:
- bessere Verhandlungsmöglichkeiten
- stabilere Abnahme
- höhere Erlöse pro Festmeter
Gerade gut gepflegte Bestände mit entsprechender Qualität sind jetzt besonders gefragt.
Nicht jeder Einschlag ist sinnvoll
Trotz der positiven Preisentwicklung gilt:
Hohe Preise allein sollten nicht der einzige Grund für einen Einschlag sein.
Wichtig ist:
- der Zustand des Bestandes
- die Stabilität der verbleibenden Bäume
- die langfristige Entwicklung des Waldes
Unkoordinierte oder zu starke Eingriffe können langfristig mehr schaden als nutzen. Entscheidend ist, den Markt mit der richtigen forstlichen Maßnahme zu verbinden.
Durchforstung als Chance in einem starken Markt
Gerade jetzt bietet sich für viele Waldbesitzer eine gute Gelegenheit, pflegende Durchforstungen mit der aktuellen Marktlage zu kombinieren.
Das bringt mehrere Vorteile:
- Entlastung des Bestandes
- Förderung des Baumwachstums
- Erlöse aus anfallendem Holz
- Vorbereitung auf klimatische Herausforderungen
👉 So wird der Holzverkauf Teil einer nachhaltigen Waldentwicklung – und nicht nur eine kurzfristige Reaktion auf hohe Preise.
Regionale Vermarktung gewinnt an Bedeutung
Ein weiterer Trend: Regionale Holzvermarktung wird wieder wichtiger.
Sägewerke suchen verstärkt nach Holz aus der Umgebung, um Transportkosten zu senken und Lieferketten zu stabilisieren.
Für Waldbesitzer in waldreichen Regionen wie Siegerland-Wittgenstein und Südwestfalen ist das ein klarer Vorteil:
- kurze Wege
- stabile Abnehmer
- bessere Planbarkeit
Wir, die Gebrüder Daub GmbH, begleiten Waldbesitzer genau bei dieser Schnittstelle zwischen Waldpflege und Vermarktung.
Lohnt sich der Holzverkauf 2026?
Die Antwort lautet: Ja – unter den richtigen Voraussetzungen.
Ein Holzverkauf lohnt sich besonders, wenn:
- der Bestand pflegebedürftig ist
- qualitativ gutes Holz vorhanden ist
- der Eingriff fachlich geplant wird
- langfristige Ziele berücksichtigt werden
Wer jetzt strategisch vorgeht, kann von der aktuellen Preisentwicklung profitieren und gleichzeitig seinen Wald stabil weiterentwickeln.
Fazit: Gute Preise treffen auf gute Gelegenheiten
Die steigenden Holzpreise 2026 eröffnen Waldbesitzern neue Spielräume.
Nach schwierigen Jahren ist der Markt wieder aufnahmefähig – und honoriert Qualität, Pflege und Planung.
👉 Entscheidend ist nicht, ob Holz verkauft wird, sondern wie und wann.
Mit einer klugen Kombination aus Marktkenntnis und forstlicher Erfahrung lässt sich die aktuelle Situation sinnvoll nutzen – für den Wald und für den Geldbeutel.
❓ FAQ – Holzpreise 2026
Warum steigen die Holzpreise aktuell?
Wegen geringerer Einschlagsmengen, gestiegener Nachfrage und knapper Rohstoffverfügbarkeit.
Sind die Preise dauerhaft hoch?
Der Markt bleibt volatil. Aktuell ist das Niveau jedoch deutlich stabiler als in den Vorjahren.
Sollte ich jetzt alles Holz verkaufen?
Nein. Entscheidend ist eine fachlich geplante Maßnahme, nicht der maximale Einschlag.