Holzpreise fallen im April – Wadlbauern schlagen Alarm

Die Holzpreise sind im April drastisch gefallen, und das aus verschiedenen Gründen. Ein Überangebot trifft auf eine rückläufige Nachfrage, während die Bedrohung durch den Borkenkäfer weiter wächst. Waldbesitzer sind alarmiert, insbesondere aufgrund der politischen Lage.

Angebotsüberhang drückt die Preise

Die Preise für Nadelsägerundholz sind im April gesunken, da zahlreiche Sägewerke aufgrund einer guten Versorgung mit Rundholz ihre Preise gesenkt haben. Die aktuellen Preise für das Leitsortiment Fichte Güteklasse B, 2b+ liegen durchschnittlich 93 bis 103 Euro pro Festmeter, was bis zu 10 Euro niedriger ist als im Vormonat. Die anhaltend angespannte Marktlage für Schnitt- und Sägerestholz sowie das hohe Rundholzaufkommen haben zu dieser Entwicklung geführt, so Waldbesitzerverbände.

Herausforderungen bei der Abfuhr und Vermarktung

Die Übernahme von Rundholz erfolgt vielerorts nur noch kontingentiert, und die bestehenden Waldlager können nur langsam abgebaut werden. Aufgrund von Engpässen bei der Holzabfuhr und einer Konzentration des Holzeinschlags auf die ersten Monate des Jahres sind die Absatzmöglichkeiten für Fichtensägerundholz rückläufig. Waldbesitzer empfehlen daher eine sorgfältige Abstimmung mit den Abnehmern, sowohl zeitlich als auch mengenmäßig.

Preisdruck und Borkenkäfergefahr

Der warme Winter führte zu einem geringeren Verbrauch von Energieholz und damit zu Absatzproblemen bei Waldhackgut. Auch die Preise für Brennholz und Industrierundholz stehen unter Druck. Zusätzlich verlängert sich aufgrund hoher Frühjahrstemperaturen der Zeitraum der Borkenkäferentwicklung, was eine erhöhte Gefahr für die Wälder darstellt.

Politische Bedenken der Waldbesitzer

Die Waldbesitzer sehen sich nicht nur mit wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert, sondern auch mit politischen Entwicklungen. Die geplante Regulierung und Bürokratisierung des Waldgesetzes könnte den Umbau und Schutz der Wälder beeinträchtigen. Die Kampagne „Finger weg vom Bundeswaldgesetz“ warnt vor den Folgen einer übermäßigen Regulierung und wirbt für den Erhalt der nachhaltigen Waldnutzung.

Fazit: Ein Blick in die Zukunft

Die aktuellen Herausforderungen mit dem Holzpreis erfordern eine sorgfältige Abstimmung zwischen Angebot und Nachfrage sowie eine kluge politische Gestaltung, um die Zukunftsfähigkeit der Forstwirtschaft zu sichern. Waldbesitzer und Interessenvertretungen arbeiten gemeinsam daran, den Wald als wichtigen Wirtschafts– und Ökosystemfaktor zu schützen und zu erhalten.

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